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Die Suche nach der richtigen Hebamme – Tipps und Informationen

Du hast einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand und die Gedanken wirbeln in Deinem Kopf umher. Woran muss nun zuerst gedacht werden?

Tatsächlich gibt es ein Thema, das eine hohe Dringlichkeit hat: die Hebammensuche.

Sobald Du schwanger bist, steht Dir auch eine Hebamme zu. Gerade in den Großstädten ist es inzwischen jedoch schwer, eine Betreuung für die Schwangerschaft und die Zeit nach der Geburt zu finden.

schwangere Frau mit Babybauch

Was sind die Aufgaben einer Hebamme?

Liegt Deine erste Schwangerschaft vor Dir, stellst Du Dir vielleicht die Frage, warum genau Du eigentlich eine Hebamme benötigst.

Vorab: Viele Frauenärzte führen die komplette Schwangerschaftsvorsorge durch, aber ebenso viele Ärzte teilen sich diese auch mit einer Hebamme. Zudem kann es für eine werdende Mama deutlich entspannter sein, in Ruhe zu Hause von der Hebamme untersucht zu werden, als alle vier Wochen in eine Praxis zu gehen.

Die Aufgaben der Hebamme sind vielseitig. Sie kann Deine Schwangerschaft feststellen und auch den Mutterpass für Dich ausstellen. Bei jedem Vorsorgetermin wird sie vermutlich Deinen Blutdruck, Dein Gewicht und Deinen Urin kontrollieren.

Hebammen entnehmen Blut und geben Blutuntersuchungen in Auftrag. Bei einer fortschreitenden Schwangerschaft ertasten sie die Lage des Babys und prüfen die Herztöne.

Sie bieten auch Kurse für die Geburtsvorbereitung und die Rückbildung an. Einige Hebammen machen die Vor- und Nachsorge, andere konzentrieren sich nur auf einen Bereich.

Grundsätzlich wird unterschieden zwischen:

    • Beleghebamme

      Die Beleghebamme wird von Dir ausgewählt und betreut Dich bei Deiner Geburt im Krankenhaus. Normalerweise arbeitet sie freiberuflich und wird daher an mehreren Krankenhäusern aktiv. Einige Beleghebammen sind auch direkt bei bestimmten Kliniken angestellt. Für Dich liegt ein großer Vorteil darin, dass Du genau weißt, wer Dich unter der Geburt begleitet. Die Kosten werden durch Deine Krankenkasse übernommen.

      Aber: Die Rufbereitschaft rund um den Geburtstermin ist ein wichtiges Angebot der Hebamme. Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten inzwischen, aber nicht alle. Frage hier vorher bei Deiner Kasse nach.

      Die meisten Beleghebammen betreuen Dich auch vor und nach der Entbindung. Kläre dies dennoch vorher mit Deiner gewünschten Hebamme ab.

        • Hebamme für die Hausgeburt

          Du kannst Dir vorstellen, in aller Ruhe zu Hause zu entbinden? Dann brauchst Du eine kompetente Hebamme, die Dich begleitet. In diesem Fall ist eine Suche oft schon vor der Schwangerschaft zu empfehlen, denn immer weniger Hebammen bieten die Betreuung einer Hausgeburt an. Dies ist nämlich ein Versicherungsproblem. Gleichzeitig wünschen sich immer mehr Frauen eine Hausgeburt. Es ist nicht verkehrt, seine Fühler also rechtzeitig auszustrecken.
           
          Die Hausgeburtshebamme bietet normalerweise ebenfalls eine Betreuung vor und nach der Geburt an. Dies ist sogar ein wichtiger Faktor, immerhin möchte sie sicherstellen, dass die Schwangerschaft unauffällig verläuft.
           
          Übrigens: Nach der Geburt führt die Hebamme die U1 bei Deinem Baby durch, die U2 muss jedoch durch einen Kinderarzt erfolgen. Einige Kinderärzte machen dafür Hausbesuche.
            • Die freiberufliche Hebamme

              Die freiberufliche Hebamme hat keine Festanstellung und betreut Dich gerne vor und nach der Geburt. Sie führt die Vorsorgeuntersuchungen durch und kann auch Hausgeburten anbieten. Wie umfangreich das Angebot der freiberuflichen Hebamme ist, erfährst Du in einem ersten Gespräch.

              • Vorsorgehebamme

              Normalerweise bieten die meisten Hebammen die Vorsorge an. Möchtest Du jedoch sicherstellen, dass Du für diesen Bereich wirklich die passende Ansprechpartnerin findest, kannst Fu auf die Suche nach einer Vorsorgehebamme gehen. Sie kann die Untersuchungen zur Vorsorge ganz bei Dir übernehmen. Dies ist dann sinnvoll, wenn Du beim Arzt lediglich die drei großen Ultraschalluntersuchungen machen lassen möchtest. Sie kann aber auch immer im Wechsel mit dem Frauenarzt die Vorsorge durchführen.

                • Nachsorgehebamme

                  Es ist nicht unbedingt notwendig, eine Hebamme für die Vorsorge und Betreuung in der Schwangerschaft in Anspruch zu nehmen, auch wenn es durchaus empfohlen wird. Entscheidest Du Dich dafür, darauf zu verzichten, kannst Du aber dennoch eine Nachsorgehebamme suchen. Auch hier ist es wichtig, dass Du so früh wir möglich auf die Suche gehst.

                  Hebammen Suche

                  Wann solltest Du mit der Suche nach einer Hebamme starten und warum?

                  Wann Du mit der Suche nach einer Hebamme beginnen solltest, hängt davon ab, welche Wünsche Du an sie hast. Es gibt einige Frauen, die nur die Nachsorge durch eine Hebamme durchführen lassen möchten. Andere Frauen dagegen suchen sogar eine Begleitung für eine Hausgeburt.

                  Grundsätzlich lautet die Empfehlung:

                  Wenn Du weißt, dass Du schwanger bist, solltest Du Dich direkt auf die Suche machen.

                  Gut zu wissen: Grundsätzlich bekommst Du bei Deinem Frauenarzt nur drei Basisuntersuchungen. In jedem Trimester findet eine der Untersuchungen statt. Die weiteren Untersuchungen können durch die Hebamme durchgeführt werden. Voraussetzung ist natürlich, dass sich Deine Schwangerschaft unauffällig entwickelt.

                  Schwierigkeiten zeigen sich häufig vor allem in Großstädten. Das Gleichgewicht zwischen Schwangeren und Hebammen hat sich stark verschoben. Machst Du Dich beispielsweise erst im zweiten Trimester auf die Suche, ist die Wahrscheinlichkeit für Absagen groß.

                  Gerade in den ersten Schwangerschaftswochen ist zudem die Sorge groß, ob alles in Ordnung ist. Eine Hebamme hat auf die Aufgabe, Dich nicht nur körperlich, sondern auch seelisch zu betreuen. Sie gibt Dir Halt und beantwortet Dir alle Deine Fragen rund um die Schwangerschaft und die bevorstehende Gebut. Dadurch bekommst Du mehr Sicherheit und ein gutes Gefühl, was für Dich und das Baby in dieser schönen Zeit besonders wichtig ist.

                  Wo kannst Du eine Hebamme finden?

                  Inzwischen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, eine Hebamme zu finden. So gibt es beispielsweise für die verschiedenen Bundesländer und Stadtgebiete Hebammenlisten im Internet. Die Handhabung ist einfach. Du gibst ein, wo Du wohnst und ob Du spezielle Wünsche hast oder in welchem Bereich Dich die Hebamme betreuen soll.

                  Auswahlmöglichkeiten in den Listen sind normalerweise:

                  • Beleggeburt oder Hausgeburt
                  • Klassische Vorsorge bei der Schwangerschaft
                  • Geburtsvorbereitung
                  • Betreuung im Wochenbett
                  • Rückbildungskurs

                  Nachdem Du Deine Angaben gemacht hast, erhältst Du eine Liste mit Hebammen in Deiner Nähe. Hier werden Kontaktmöglichkeiten angeboten. Du kannst die Hebamme anrufen oder auch eine Mail schreiben – das hängt von der Hebamme selbst ab. Es ist zu empfehlen, mehrere Hebammen zu kontaktieren.

                  Beim Hebammenverband zum Beispiel kannst Du dein Bundesland auswählen und gelangst dann zu einer Liste mit Hebammen: https://www.hebammenverband.de/verband/struktur/landesverbaende/

                  Wichtig: Die Hebamme betreut Dich in einer besonders aufregenden Zeit. Umso wichtiger ist es, dass Du ein Vertrauensverhältnis zu ihr aufbauen kannst und Dich wohlfühlst. Bei einem ersten Gespräch bekommst Du schon ein gutes Gefühl, ob es passen kann. Dazu kommt, dass nicht jede Hebamme eine Betreuung bieten kann. Vielleicht ist sie bereits ausgebucht.

                  Gerne setzen Frauen auf die Erfahrung von anderen Schwangeren. Daher kannst Du auch bei Freunden nachfragen, mit welcher Hebamme sie gute Erfahrungen gemacht haben. Empfehlungen machen es manchmal leichter, die passende Betreuung zu finden. Auch in lokalen Facebook-Gruppen wird sich gerne über die Suche nach einer Hebamme ausgetauscht. Hier kannst Du ebenfalls schauen, welche Hebammen in Deiner Umgebung als Empfehlung genannt werden.

                  Tipp: Frage Deinen Frauenarzt, ob er eine Empfehlung hat. Teilweise arbeiten die Ärzte mit Hebammen direkt zusammen und können daher Tipps geben, an wen Du Dich wenden kannst.

                  Vorsorge Hebamme

                   

                  Was hat es mit dem Geburtshaus auf sich?

                  Wusstest Du schon, dass Du Dich auch an ein Geburtshaus wenden kannst, wenn Du auf die Suche nach einer Hebamme gehst? Hier haben sich meist mehrere Hebammen zusammengeschlossen und bieten Dir eine umfangreiche Betreuung. Zu dieser gehören die folgenden Punkte:

                  • Vorsorge in der Schwangerschaft
                  • Beratung rund um die Ernährung
                  • Mögliche Behandlungen, wie Akupunktur oder auch Massagen
                  • Kursdurchführungen
                  • Geburt vor Ort
                  • Nachsorge
                  • Beratung in der Stillzeit

                  Hast Du also ein Geburtshaus bei Dir in der Nähe, kannst Du dieses vielleicht besuchen, um Dir ein erstes Bild zu machen.

                   

                  Die kleine Checkliste: Diese Tipps helfen Dir bei der Hebammensuche

                  Die Hebammensuche ist nicht ganz einfach, es kann daher helfen, wenn Du eine kleine Checkliste zur Hand hast, an der Du Dich orientieren kannst:

                  • Wohnortnähe

                  Wenn die Auswahl an Hebammen in der Nähe Deines Wohnortes nicht so groß ist, bist Du natürlich nicht so flexibel. Allerdings ist es von Vorteil, wenn die Hebamme kurze Wege hat und Du auch. Gerade dann, wenn Du an ihren Kursen teilnehmen möchtest, sind lange Fahrzeiten in der Schwangerschaft anstrengend.

                  • Die Suche selbst

                  Über Webseiten wie die hebammensuche.de kannst Du nach einer Hebamme in Deiner Nähe schauen. Auch auf Facebook, durch Nachfrage bei Freunden oder beim direkten Kontakt im Geburtshaus bekommst Du Informationen.

                  • Klärung der Kostenübernahme

                  Die Vorsorge durch die Hebamme wird durch die Krankenkasse übernommen, wenn Du nicht zeitgleich die Vorsorge auch beim Frauenarzt durchführen lässt. Rufe am besten Deine Krankenkasse an und kläre hier offene Fragen vor der Suche nach einer Hebamme.

                  • Der erste Anruf

                  Ruf ruhig bei mehreren Hebammen an und erkundige Dich, ob sie für den Zeitraum Deiner Schwangerschaft, der Geburt und der Nachsorge zur Verfügung stehen. Hier kannst Du auch erste Informationen zur Hebamme an sich erhalten und ein Gefühl für sie bekommen.

                  • Erreichbarkeit

                  Auch zwischen den Vorsorgeuntersuchungen können Fragen aufkommen. Daher sollte Deine Hebamme möglichst gut zu erreichen sein und auch kurzfristig antworten.

                  • Das erste Gespräch

                  Schließlich steht das erste Gespräch an und dafür sollten Du und die Hebamme sich ruhig Zeit nehmen. Das Bauchgefühl ist ganz besonders wichtig. Schreibe Deine Fragen auf und stelle diese auch. Nimm Dir nach dem Erstgespräch noch etwas Zeit, um es nachklingen zu lassen und triff dann erst Deine Entscheidung.

                  Ich hoffe dir mit unserem Blog-Beitrag zum Thema Hebammensuche einen ersten Überblick verschafft habe und wünsche dir, dass Du eine tolle Hebamme findest und eine wundervolle Geburt und Babyzeit ♡

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